MDR: Zehn Zuschauer in den Rundfunkrat! Fachverband will zwei Drittel der sachsen-anhaltinischen Mitglieder des MDR-Gremiums durch das Los bestimmen. Beck: „Transparenz ist gut. Mitsprache ist besser.“

Am kommenden Freitag (26.6.) diskutiert Sachsen-Anhalts Landtag den Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken“. Dazu erklärt Ralf-Uwe Beck, Bundesvorstandssprecher des Fachverbands Mehr Demokratie e.V.:

„Der Bericht weist leider einen blinden Fleck auf: Das Publikum soll nicht beteiligt werden. Wenn es um verloren gegangenes Vertrauen geht, dann gilt jedoch ‚Transparenz ist gut, Mitsprache ist besser‘. Die Menschen im Land sollten über ihren Rundfunk auch mitbestimmen können. Konkret: Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt im MDR-Rundfunkrat sollte zu zwei Dritteln mit Bürgerinnen und Bürgern besetzt werden, die durch das Los bestimmt werden. Zehn zufällig ausgewählte Menschen, aus allen Altersklassen, aus Stadt und Land, die Alltagssachverstand einbringen, die Wünsche, Bedürfnisse und Ideen des Publikums artikulieren. Die anderen fünf Rundfunkrätinnen und Rundfunkräte würden wie bisher durch gesellschaftlich relevante Gruppen benannt werden, die Parteien jedoch außen vor bleiben.“